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Botox - Geschichte

Die Geschichte des Botox und des Botulinum Toxin

BOTOX - Botulinum ToxinUnter BOTOX werden heute fälschlicherweise oft verschiedene Produkte zusammengefasst. Denn tatsächlich ist BOTOX® der Markenname nur eines Produktes, das den Wirkstoff Botulinum Toxin A enthält. Neben BOTOX® von der Firma Allergan finden sich noch weitere Produkte auf dem Markt, die diesen Wirkstoff enthalten.

Der Wirkstoff Botulinum Toxin ist ein Protein, das von dem anaerob lebenden Bakterium Clostridium Botulinum produziert wird. Wie der Name Toxin bereits sagt, kann das Protein auf den menschlichen Körper in hohen Dosen giftig wirken und eine Krankheit mit dem Namen Botulismus auslösen. Die ersten ausführlichen klinischen Beschreibungen gehen auf den württenbergischen Arzt Justinus Kerner zurück, der diese zwischen 1817 und 1822 veröffentlichte. 1897 konnte schließlich der belgische Mikrobiologe van Ermengem das Clostridium Botulinum als Erreger des Botulismus feststellen. Der Name geht zurück auf das lateinische Wort für Wurst (lat.: botulus), da Vergiftungen typischerweise nach dem Verzehr von Wurstwaren auftraten. Denn diese hatten eine luftundurchlässige Hülle aus Darm, was das Wachstum des unter Sauerstoffausschluss (=anaerob) lebenden Bakteriums Vorschub leistete.

Bereits Justinus Kerner dachte an die therapeutischen Möglichkeiten des von ihm erstmals beschriebenen Giftes. Es dauerte jedoch bis 1980 bis Botulinum Toxin von dem amerikanischen Augenarzt Allen Scott zur Behandlung des Strabismus (Schielen) durch Injektion in den äußeren Augenmuskel eingesetzt wurde.

Inzwischen ist der Wirkstoff Botulinum Toxin von verschiedenen Herstellern in mehr als 70 Ländern für mehr als 20 verschiedene Therapieformen zugelassen. Neue Indikationen werden laufend erforscht und erprobt und finden sich z.B. in der Migränebehandlung, der hyperaktiven Blase oder der Gastroenterologie.